Eindrücke vom Workshop „Ubuntu – ich bin, weil wir sind“

Es duftete nach frischem Kaffee, Zitronentee und Pflaumenkuchen: Der Workshop: ‚Ubuntu – ich bin, weil wir sind‘ in Kollaboration mit ALIVE Café Berlin, Sedick Sasman und Katharina Forster, konnte beginnen. Erstaunlich, dass es bei dem heißen Tag im Atelier in der Vulkanfiber Fabrik deutlich kühler war, heizt es sich doch sonst gerne mit der Sonne zu tropischen Temperaturen auf. Nach einem gemütlichen Brunch, zu dem diesmal nicht nur Köstliches beigetragen wurde, sondern auch spontan Überraschungsbesuch aus der Nachbarschaft kam, konnte mit dem Schreibteil begonnen werden. Da das Angebot ja auch für die gedacht war, die nicht alltäglich kreativ arbeiten, gab es verschiedenste Objekte, die den Einstieg ins Schreiben erleichterten. Genaue, objektive Beobachtung eines Objektes war das erste Ziel, ohne Bewertung und Verknüpfung mit Erinnerungen an vergangene Erfahrungen. Wie oft beobachten wir etwas und urteilen im selben Moment? Das, was wir hier an einem Stein, einer Muschel, einem Handyladegerät oder Buch übten, das wertfreie Beschreiben, geht doch so oft im Alltag unter. Im zweiten Schritt erst wurde den Assoziationen gedanklich und schriftlich nachgegangen. Das Ladekabel erinnert an den Schreckmoment, als das Handy aus, die Not zu Telefonieren aber groß war. Oder aber ans alte, liebgewonnene erste Nokiahandy, bevor es vom iPhone abgelöst wurde, etc. Die bewusste Trennung von reiner, objektiver Beobachtung und emotionalen, urteilsvollen Assoziation zu dem Gesehenen – dies konnte beim Schreiben und in der folgenden Unterhaltung deutlich werden. Gespräche darüber, wie objektives Beobachten im Alltag in der Begegnung mit Mitmenschen hilfreich, urteilsvolles Beobachten hinderlich sein kann, hätten noch lange weiter gehen können.

©K.Forster

Beitragsbild: ©K.Forster


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